Ich hab was verkackt. Nicht gestern, nicht letzte Woche, sondern vor einer ganzen Weile – und ich merke es erst jetzt so richtig.
Es geht um einen meiner Newsletter. 2017 habe ich ja zusammen mit Luisa „erzähl davon“ als Masterarbeit gestartet. Wir waren damals on fire: Podcast, Website, Kurse, Instagram, alles gleichzeitig. Und klar: Newsletter. Weil man das halt so macht, wenn man motiviert ist und denkt, man braucht jeden Kanal. 🙃
Der Newsletter war eeeeigentlich auch nicht sonderlich kompliziert oder aufwändig. Jeden Monat hab ich kurz eine Mail geschickt mit den neuesten Podcastfolgen und vielleicht ein paar News, Linktipps oder öffentliche Workshops von uns.
Bis vor circa einem Jahr hatte ich für die erzähl-davon-Fleißaufgaben (vor allem den Content) noch Unterstützung von meiner Werkstudentin Leonie. Seit sie weg ist, hängt wieder alles an mir, und daran leiden sowohl Quantität als auch Qualität der Inhalte wenn ich ehrlich bin.
So, das Problem: Ich hab diesen Newsletter einfach prokrastiniert und ignoriert. Monatelang nicht verschickt. Auf „später“ vertröstet und still und heimlich die Aufgabe gelöscht lol.
Jetzt ernte ich die Konsequenz: Mein altes E-Mail-Marketing-Tool hatte eine Funktion, die nur an „aktive Kontakte“ schickt. Wenn du lange nichts sendest, öffnet auch niemand etwas – logisch. Ergebnis: Von über 1.000 Kontakten waren plötzlich nur noch ein winziger Teil „aktiv“. Ich habe neulich eine Mail rausgeschickt, und sie kam bei ungefähr 35 Leuten an. Von 1.000 auf 35. 💀
Unter anderem deswegen habe ich jetzt zu einem anderen (kostenpflichtigen) Tool gewechselt. E-Mail-Listen kann man ja zum Glück gut mitnehmen und es haben sich überrascht wenig Leute nach der Reaktivierung ausgetragen. Es gab natürlich auch einige Hard- und Soft Bounces, aber einen Großteil der Liste konnte ich erhalten. Als ich die Bounce-Liste durchgegangen bin, hab ich mir aber nochmal in den Arsch gebissen – denn an den Domains konnte man sehen, dass da krasse Kontakte drauf waren. Leute von Stiftungen, NGOs, Städten, öffentlichen Einrichtungen… Alle von denen hatten sich irgendwann mal entschieden, dass sie von uns hören wollen – und dann hab ich sie geghostet.
Hier ist nämlich die weitere Schicht unter dem E-Mail-Problem: Ich hab mich für erzähl davon jahrelang zu sehr auf Inbound Marketing verlassen, aka
Leute finden mich über Google
Leute empfehlen mich
Leute geben mir Folgeaufträge
Ja, natürlich ist Inbound Marketing der ‚prestigeträchtigste‘ Weg um Aufträge zu kriegen, und ich hab jahrelang viel Arbeit in Content und meine Reputation gesteckt; aber es wäre fatal jetzt einfach die Hände in den Schoß zu legen und darauf zu vertrauen, dass es immer so weitergeht.
Dieser Newsletter ist objektiv überhaupt nicht viel Arbeit. Einmal im Monat 30 Minuten hinsetzen, zusammenkopieren, abschicken, fertig. Ich war zu faul und zu cocky dafür. Ich sage das so hart, weil es genau das ist. Vergangenheits-Kato, warum hast du dich nicht zusammengerissen? Warum hast du keinen einfachen SOP draus gemacht? Warum hast du es nicht outgesourct oder automatisiert oder wenigstens „good enough“ gemacht?
Ich sollte es als Privileg verstehen, dass Leute von mir hören wollen und dass ich so easy in ihre Inbox und ihr Kurzzeitgedächtnis kommen kann. Es ist kein klassischer Marketingnewsletter, über den ich irgendwas direkt promote, aber gerade in Zeiten von AI brauchen wir doch diese menschlichen Touchpoints. Ich bin mir sicher, dass der wiederbelebte Newsletter mittel- bis langfristig zu neuen Aufträgen führen wird, und das sind gut investierte 30 Minuten und 14€ im Monat.
Also: Wenn du gerade an einem Kanal sitzt, den du mal angefangen hast und jetzt nur noch mit schlechtem Gewissen anschaust: Nimm das als Erinnerung. Ein Newsletter ist nicht einfach nur „noch ein Ding“. Es ist ein direkter Draht zu Menschen, die gesagt haben: „Ja, ich will von dir hören.“ Entweder du machst ihn sauber dicht, oder zu ziehst es durch. Ihn ignorieren, weil es gerade noch nicht dringend ist, aka weil genug inbound kommt, ist sehr kurzsichtig.
Ich hab was verkackt. Nicht gestern, nicht letzte Woche, sondern vor einer ganzen Weile – und ich merke es erst jetzt so richtig.
Es geht um einen meiner Newsletter. 2017 habe ich ja zusammen mit Luisa „erzähl davon“ als Masterarbeit gestartet. Wir waren damals on fire: Podcast, Website, Kurse, Instagram, alles gleichzeitig. Und klar: Newsletter. Weil man das halt so macht, wenn man motiviert ist und denkt, man braucht jeden Kanal. 🙃
Der Newsletter war eeeeigentlich auch nicht sonderlich kompliziert oder aufwändig. Jeden Monat hab ich kurz eine Mail geschickt mit den neuesten Podcastfolgen und vielleicht ein paar News, Linktipps oder öffentliche Workshops von uns.
Bis vor circa einem Jahr hatte ich für die erzähl-davon-Fleißaufgaben (vor allem den Content) noch Unterstützung von meiner Werkstudentin Leonie. Seit sie weg ist, hängt wieder alles an mir, und daran leiden sowohl Quantität als auch Qualität der Inhalte wenn ich ehrlich bin.
So, das Problem: Ich hab diesen Newsletter einfach prokrastiniert und ignoriert. Monatelang nicht verschickt. Auf „später“ vertröstet und still und heimlich die Aufgabe gelöscht lol.
Jetzt ernte ich die Konsequenz: Mein altes E-Mail-Marketing-Tool hatte eine Funktion, die nur an „aktive Kontakte“ schickt. Wenn du lange nichts sendest, öffnet auch niemand etwas – logisch. Ergebnis: Von über 1.000 Kontakten waren plötzlich nur noch ein winziger Teil „aktiv“. Ich habe neulich eine Mail rausgeschickt, und sie kam bei ungefähr 35 Leuten an. Von 1.000 auf 35. 💀
Unter anderem deswegen habe ich jetzt zu einem anderen (kostenpflichtigen) Tool gewechselt. E-Mail-Listen kann man ja zum Glück gut mitnehmen und es haben sich überrascht wenig Leute nach der Reaktivierung ausgetragen. Es gab natürlich auch einige Hard- und Soft Bounces, aber einen Großteil der Liste konnte ich erhalten. Als ich die Bounce-Liste durchgegangen bin, hab ich mir aber nochmal in den Arsch gebissen – denn an den Domains konnte man sehen, dass da krasse Kontakte drauf waren. Leute von Stiftungen, NGOs, Städten, öffentlichen Einrichtungen… Alle von denen hatten sich irgendwann mal entschieden, dass sie von uns hören wollen – und dann hab ich sie geghostet.
Hier ist nämlich die weitere Schicht unter dem E-Mail-Problem: Ich hab mich für erzähl davon jahrelang zu sehr auf Inbound Marketing verlassen, aka
Ja, natürlich ist Inbound Marketing der ‚prestigeträchtigste‘ Weg um Aufträge zu kriegen, und ich hab jahrelang viel Arbeit in Content und meine Reputation gesteckt; aber es wäre fatal jetzt einfach die Hände in den Schoß zu legen und darauf zu vertrauen, dass es immer so weitergeht.
Dieser Newsletter ist objektiv überhaupt nicht viel Arbeit. Einmal im Monat 30 Minuten hinsetzen, zusammenkopieren, abschicken, fertig. Ich war zu faul und zu cocky dafür. Ich sage das so hart, weil es genau das ist. Vergangenheits-Kato, warum hast du dich nicht zusammengerissen? Warum hast du keinen einfachen SOP draus gemacht? Warum hast du es nicht outgesourct oder automatisiert oder wenigstens „good enough“ gemacht?
Ich sollte es als Privileg verstehen, dass Leute von mir hören wollen und dass ich so easy in ihre Inbox und ihr Kurzzeitgedächtnis kommen kann. Es ist kein klassischer Marketingnewsletter, über den ich irgendwas direkt promote, aber gerade in Zeiten von AI brauchen wir doch diese menschlichen Touchpoints. Ich bin mir sicher, dass der wiederbelebte Newsletter mittel- bis langfristig zu neuen Aufträgen führen wird, und das sind gut investierte 30 Minuten und 14€ im Monat.
Also: Wenn du gerade an einem Kanal sitzt, den du mal angefangen hast und jetzt nur noch mit schlechtem Gewissen anschaust: Nimm das als Erinnerung. Ein Newsletter ist nicht einfach nur „noch ein Ding“. Es ist ein direkter Draht zu Menschen, die gesagt haben: „Ja, ich will von dir hören.“ Entweder du machst ihn sauber dicht, oder zu ziehst es durch. Ihn ignorieren, weil es gerade noch nicht dringend ist, aka weil genug inbound kommt, ist sehr kurzsichtig.
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