Hexenzirkel Frühjahr 2026 Recap

Eine weitere Runde im Hexenzirkel ist rum und es ist Zeit für mich zu reflektieren, wie es lief. Vor allem, weil ich ja dieses Mal das Konzept geändert habe 👀

Das war meine Konzeptänderung im Hexenzirkel

Skillsharing oder skillswapping war schon immer das Motto in meiner Community. Diesmal sind wir das Thema aber anders angegangen. In den vorherigen Runden gab es vor allem Termine in Form von Vorträgen, Workshops oder Live-Coaching-Sitzungen. Diesmal wollte ich es ein bisschen asynchroner gestalten, unter anderem der Terminflut und den FOMO-Gefühlen vorzubeugen.

Die Idee war, dass man sich nicht mit Vorschlägen für konkrete Termine, Workshops und Co. für den Hexenzirkel bewirbt, sondern generell mit Skills, die man einbringen kann. (Also zum Beispiel, wenn ich mich gut mit WordPress und Webdesign auskenne, biete ich an, diesen Skill in den Hexenzirkel einzubringen und wenn eine andere Person ein Problem mit ihr Website hat, kann sie sich an mich wenden und ich helfe das zu fixen, ohne eine Rechnung zu stellen.

Vorteile des neuen Konzepts

  • weniger Orga-Aufwand für mich, weil weniger Termine organisiert und eingetragen werden mussten
  • es konnten sehr handfeste Probleme gelöst werden
  • ich persönlich fand es mit weniger Terminen besser
  • Es fanden mehr Diskussionen asynchron in den Channels statt, statt in Terminen. Das macht es den anderen auch leichter dann mitzulesen und ihre eigene Inspiration daraus mitzunehmen.
  • Wenn ein Live-Termin dann doch Sinn gemacht hat, haben die Leute das proaktiv angestoßen und eingetragen.

Nachteile des neuen Konzepts

  • es war ein bisschen schwierig, den Überblick zu behalten, wer für was die Ansprechhexe war
  • nicht alle Skills wurden „abgerufen“
  • Ich hatte den Eindruck, dass manche, vor allem die, die die alten Runden gewohnt waren, irgendwie das Gefühl haben, dass sie noch „was liefern zu müssen“
  • Wenn es dann doch Live-Termine gab, waren sie meistens recht kurzfristig und nicht alle haben das mitbekommen. Dadurch hatten manche das Gefühl gehabt, dass sie etwas verpassen.

Vom Bedarf zum Termin

Ein megacooles Beispiel möchte ich erzählen: Stephi hatte im Hexenzirkel gefragt, ob jemand Erfahrung damit hat, wie man eine App erstellt. Daraufhin haben sich ein paar zu Wort gemeldet, unter anderem auch Miri. Sie schlug vor, daraus eine Live-Session zu machen, bei der sie Stephi durch einen Prototyping-Prozess führt und alle anderen durften a) mithören und b) auch gleich als Testpublikum mitwirken. (Zumindest ist es mein Eindruck, dass das passiert ist, denn ich halt selber hatte leider an dem Tag keine Zeit!) Im Feedback-Fragebogen haben echt viele Leute gesagt, dass sie Miris App- und Prototyping-Session mega spannend fanden. Auch wenn sie selber gerade keine App-Idee hatten – einfach so diesen Prozess mitzuerleben, ist schon mega cool.

u know, manchmal weiß man ja gar nicht, was man lernen möchte oder womit man sich beschäftigen möchte und der Hexenzirkel ist die perfekte Gelegenheit, über solche Sachen dann zu stolpern. (Ach ja und Bonus: Miri hat jetzt ein neues Workshop-Format in der Hinterhand, das sie auch in anderen Kontexten als Angebot platzieren kann!)

Mixed Feelings zum neuen Konzept

Laut der Feedback-Fragebogen gab es einige Leute, die die Termine oder vor allem auch die bessere Terminübersicht vom alten Konzept vermisst haben. Und leider gab es auch eine Hexe, die sich mit dem neuen Konzept gar nicht angefreundet hat und keine gute Zeit hatte 🙁 Das ist natürlich für mich sehr schade, das zu lesen, andererseits wäre es utopisch zu glauben, dass bei einem Konzeptwechsel alle happy sind.

Ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich es nächstes Jahr mache, wie ich es im Herbst mache. Vielleicht wird es dann einfach mixt aus Terminen wie früher und Skillswapping wie im Frühjahr. Mir ist aufgefallen, dass manche der Skills, mit denen die Hexen sich beworben haben, sehr einfach abzurufen sind und andere nicht so gut. Wahrscheinlich muss man da irgendeine Art von Kategorisierung finden… Naja, das ist ein Problem für Herbst-Kato.

Neu: Das 12-Wochen-Projekt

Zusätzlich zu den Skills gab es noch eine weitere Neuheit: Und zwar habe ich den Hexen ans Herz gelegt, sich doch ein Projekt vorzunehmen, was sie in den zwölf Wochen des Frühjahrszirkels umsetzen möchten. Es war keine Pflicht, aber ziemlich viele haben sich dazu entschieden.

Von den 15 bisherigen Antworten aus dem Feedback-Fragebogen…

  • sagen vier, dass sie sich ein Projekt ausgesucht haben und es fertiggestellt haben, yayyy!
  • Neun haben Fortschritte bei ihrem Projekt gemacht, sind aber noch nicht ganz fertig geworden
  • Eine Person hatte ein Projekt, hat es aber dann doch abgebrochen
  • und eine Person hatte ein Projekt, hat aber dann den Fokus geändert oder einen „Pivot“ hingelegt.

Das ist jetzt nicht ganz repräsentativ, weil vielleicht die, die ihr Projekt abgebrochen haben, jetzt auch den Fragebogen ignorieren… Aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass dieses Commitment zu einem Projekt dann doch gut getan hat! Es sind zum Beispiel Websites aktualisiert worden, neue Angebote erstellt und neue Content-Projekte gelauncht worden.

Ich hatte aber den Eindruck, dass es einigen Hexen durchaus geholfen hat, Dinge, die sie schon länger vor sich hergeschoben haben, endlich mal anzugehen und auch wirklich Fortschritte zu machen.

Wir hatten dafür einen separaten Channel im Hexenhaus, allerdings hat sich das ein bisschen mit den Wins und Fails aus dem Scheiterhaufen-Channel überschnitten. Das wäre also auf jeden Fall etwas, was ich beim nächsten Mal anders machen möchte und klarer trennen.

Frischer Wind durch Neuhexen

Wir hatten diesmal ungefähr ein Drittel neue Leute, also Menschen, die vorher noch nie beim Hexazirkel dabei waren, aus einem Feedback-Fragebogen zu zitieren. Das bringt frischen Wind rein, sehe ich übrigens auch so. Natürlich hat es leider nicht geklappt, dass dann auch wirklich alle aktiv sind. Ein paar waren in den ersten Wochen aktiv und sind dann abgetaucht und ein paar wenige sind auch gar nicht so richtig angekommen.

Da weiß ich natürlich nicht, woran es lag, wo da das Leben dazwischen gefunkt hat und ich fürchte, eine 100% aktive Community ist utopisch. Aber dafür beschränken wir das Ganze ja auch, eben beim nächsten Mal dann mit einer neuen Zusammensetzung wieder reinzustarten. Wer nicht mitmacht, kommt beim nächsten Mal auch nicht wieder rein 🤷🏻‍♀️

Coming next: Barcamp!

Anfang des Jahres hatte ich schon den Wunsch, mal auszuprobieren, ein einträgliches Online-Event für den Hexenzirkel zu machen. Damals war ich noch einen Tacken motivierter als heute und hatte eine richtige Konferenz im Blick. Ich habe dann vor ein paar Wochen nochmal einen Vibe-Check mit den Hexen gemacht und da kam jetzt auch nicht so viel zurück.

Deswegen habe ich mich entschieden, erstmal ein Barcamp auszurichten. Ich verspreche mir davon, dass es ein bisschen weniger Orga-Aufwand ist, aber trotzdem ein cooler Tag sein kann. Wenn du dabei sein möchtest, dann kannst du dich hier anmelden. Du musst dafür noch nicht Mitglied zum Hexenzirkel gewesen sein und es ist natürlich kostenlos 🙂

Ganz unabhängig davon, wie jetzt diese Runde lief, finde ich es einfach cool, dass der Hexenzirkel sich etabliert, dass Menschen mich damit verknüpfen und davon weitererzählen. Als ich neulich mal bei LinkedIn davon gesprochen habe, kam auch ein Kommentar von einer Fremden, mit der alleine schon diese Beschreibung als „digitaler dritter Ort für Selbstständige“ total resoniert hat.

Das zeigt mir, dass es da Bedarf gibt und ich werde auf jeden Fall weitermachen! 🧙🏻‍♀️

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