Ich finde Memberships und laufende Programme, bei denen man irgendwann später einsteigen kann, mega cool. Und ich finde auch die Idee super, dass im Laufe der Zeit ein Archiv entstanden ist, in dem man dann stöbern kann. Aber da gibt es diese Sache, die mich krass stört…
Ich klick auf irgendeine Workshop-Aufzeichnung, weil ich mir das Thema in meinem eigenen Tempo angucken will. Ich erwarte (und meistens finde ich auch) eine Präsentation oder einen Vortrag, aber dazwischen eben auch Fragen von anderen.
Personen, die
zugeben, dass in ihrem Business irgendwas nicht läuft
die eine Frage stellen
die um Hilfe bitten
die ihren Gedankengang offenbaren
die ihr Scheitern zuegeben
die Entscheidungshilfe brauchen
die in einer emotionalen Situation stecken
… und dieser Moment ist für mich festgehalten.
Das fühlt sich weirdly intim an, und vor allem übetrage ich das auf mich: Ich will nicht in diesem Raum eine Frage stellen und dann können 3 Jahre später irgendwelche Leute, die zu einem späteren Zeitpunkt dieser Membership oder diesem Programm beitreten, meine Frage, meinen Gedankengang, meine Struggles nachhören.
Die beiden offensichtlichen Möglichkeiten, damit umzugehen
Was kann man als Membership-Owner damit machen?
Variante 1: Du machst nur Live-Sachen und zeichnest nie auf. Super schade, weil du ja eigentlich geile Sachen machst, die es wert wären, für die Zukunft festgehalten zu werden. Und schmälert auch den Wert der Membership, denn selbst wenn ich gerade aktives Mitglied bin, passt es ja nicht immer in meinen Zeitplan, bei Calls oder Workshops live dabei zu sein.
Variante 2: Du zeichnest auf, aber bearbeitest die Aufzeichnung bevor sie in einem Archiv landet. Schneidest raus, wenn Leute was fragen oder erzählen, zensierst hier, piepst da. Das ist eine Art von Aufwand, den viele Leute einfach nicht leisten können oder wollen. Kostet Zeit, kostet Geld, oder kostet jemanden, der das für dich macht. Check ich grundsätzlich, dass nicht alle Membership-Owner die Ressourcen dafür haben.
die „ganz einfache“ (lol) dritte Möglichkeit
Für meinen Working in Public Club habe ich mir also folgende Variante überlegt:
Ich mache Dinge als Live-Termin. Alle, die live dabei sind, machen das einfach als Workshop mit. Ohne Aufzeichnung, dadurch wird die Atmosphäre intimer und ehrlicher. Super, ich liebe Workshops, ich kann Workshops, Workshops machen Spaß, wunderbar.
Und die, die nicht live können, kriegen nicht einfach eine Aufzeichnung. Die kriegen das gleiche Thema – entweder als DIY-Minikurs aufbereitet; oder als Tool.
Also nicht: „Hier ist das Video, guck’s dir halt an.“ Sondern: Du kriegst etwas, das dich durch den gleichen Prozess führt, den wir als Gruppe live durchlaufen haben. Weil beim Video ja genau das fehlt, was den Workshop ausmacht: das Momentum.
Das ist die Idee. Das ist das Prinzip.
Warum das für mich mehr ist als ein nettes Feature
Drei Sachen passieren dadurch gleichzeitig, und die gefallen mir alle:
Es ist wertvoller für die Leute. Ein Tool, das dich durch einen Prozess führt, schlägt eine Aufzeichnung, bei der du zuguckst, wie andere durch den Prozess geführt werden.
Es holt meine Konzepte aus meinem Kopf raus. Ich hab über die Jahre so viel angesammelt — auf der Dropbox, in Ordnern, in meinem Hirn. Wenn ich daraus Tools baue, überführe ich das in Assets, die eben nicht nur in meinem Kopf existieren. (Das Aufräum-Thema verfolgt mich sowieso seit Monaten.)
Die Membership wird mit der Zeit immer wertvoller. Weil sich da nach und nach verschiedene Tools für verschiedene Situationen ansammeln. Nicht ein Archiv von Laber-Videos, sondern eine Werkzeugkiste.
Und, auch ein Argument: Es macht Spaß, sowas zu bauen.
Disclaimer: Das ist ein Experiment 🧪
Jetzt der ehrliche Teil.
Wenn ich sage „die kriegen ein Tool“, dann heißt das ja auch: Diese Tools sollen gut sein. Das heißt, ich muss die testen. Das heißt, ich muss okay damit sein, erstmal eine Beta-Version rauszugeben und zu gucken, ob das ankommt, ob das überhaupt funktioniert, und dann nochmal anders ranzugehen.
Es ist auch nicht bei jedem Thema möglich. Manche Sachen lassen sich vielleicht schlicht nicht in ein Tool übersetzen, und dann muss ich mir was anderes überlegen.
Ich weiß also noch nicht, ob das Prinzip nachhaltig ist. Ich hab keine fertige Antwort, ich hab eine Forschungsfrage: Kann ich aus einem Live-Workshop etwas bauen, das für die Nicht-Live-Leute genauso viel bringt? Erste Rückmeldungen sagen: Ist cool, gibt gute Anstöße, bringt mich zum Interagieren.
Einblick: 2 Agenten zum Insta-Profil-Umbau
Um euch einen Einblick zu geben, wie das konkret aussehen kann: Anfang August habe ich in der Membership einen Live-Workshop gemacht, wo wir unsere Instagram-Profile unter diesem „Visitenkarten-Aspekt“ unter die Lupe genommen haben. Wir haben uns angeschaut, wie wir die drei Profilbereiche Bio, Pins und Highlights neu strukturieren. Und diesen Prozess habe ich in zwei verschiedene Agents überführt: Ein Agent, der beim Audit hilft und ein Agent, der beim Neuaufbau hilft.
Für diesen zweiten Agent braucht man dann die Ergebnisse des ersten plus ein ausgefülltes Dokument mit Fragen zur eigenen Person und zum eigenen Business. Also es geht aber nicht irgendwelche KI-Tools, wo man einen Knopf drückt und der spuckt einem was aus, sondern eher digitale Sparrings-Partner, die halt auf meinen Workshop-Konzepten trainiert sind. Siehe dazu auch:
Wenn du Lust hast, zu den ersten zu gehören, die diese Agents ausprobieren, komm gerne in meine Membership. Dort packe ich sie rein und natürlich die Live-Termine. Wenn es dir nicht taugt, kannst du nach einem Monat auch wieder kündigen. No pressure.
Ich blogge auf kommunikato.de über meine Arbeit als Kommunikationsberaterin & freiberufliche Dozentin – und was ich dabei lerne und lehre. Wenn du nichts verpassen willst, abonniere diesen Blog via E-Mail:
Ich finde Memberships und laufende Programme, bei denen man irgendwann später einsteigen kann, mega cool. Und ich finde auch die Idee super, dass im Laufe der Zeit ein Archiv entstanden ist, in dem man dann stöbern kann. Aber da gibt es diese Sache, die mich krass stört…
Ich klick auf irgendeine Workshop-Aufzeichnung, weil ich mir das Thema in meinem eigenen Tempo angucken will. Ich erwarte (und meistens finde ich auch) eine Präsentation oder einen Vortrag, aber dazwischen eben auch Fragen von anderen.
Personen, die
… und dieser Moment ist für mich festgehalten.
Das fühlt sich weirdly intim an, und vor allem übetrage ich das auf mich: Ich will nicht in diesem Raum eine Frage stellen und dann können 3 Jahre später irgendwelche Leute, die zu einem späteren Zeitpunkt dieser Membership oder diesem Programm beitreten, meine Frage, meinen Gedankengang, meine Struggles nachhören.
Die beiden offensichtlichen Möglichkeiten, damit umzugehen
Was kann man als Membership-Owner damit machen?
Variante 1: Du machst nur Live-Sachen und zeichnest nie auf. Super schade, weil du ja eigentlich geile Sachen machst, die es wert wären, für die Zukunft festgehalten zu werden. Und schmälert auch den Wert der Membership, denn selbst wenn ich gerade aktives Mitglied bin, passt es ja nicht immer in meinen Zeitplan, bei Calls oder Workshops live dabei zu sein.
Variante 2: Du zeichnest auf, aber bearbeitest die Aufzeichnung bevor sie in einem Archiv landet. Schneidest raus, wenn Leute was fragen oder erzählen, zensierst hier, piepst da. Das ist eine Art von Aufwand, den viele Leute einfach nicht leisten können oder wollen. Kostet Zeit, kostet Geld, oder kostet jemanden, der das für dich macht. Check ich grundsätzlich, dass nicht alle Membership-Owner die Ressourcen dafür haben.
die „ganz einfache“ (lol) dritte Möglichkeit
Für meinen Working in Public Club habe ich mir also folgende Variante überlegt:
Ich mache Dinge als Live-Termin. Alle, die live dabei sind, machen das einfach als Workshop mit. Ohne Aufzeichnung, dadurch wird die Atmosphäre intimer und ehrlicher. Super, ich liebe Workshops, ich kann Workshops, Workshops machen Spaß, wunderbar.
Und die, die nicht live können, kriegen nicht einfach eine Aufzeichnung. Die kriegen das gleiche Thema – entweder als DIY-Minikurs aufbereitet; oder als Tool.
Also nicht: „Hier ist das Video, guck’s dir halt an.“ Sondern: Du kriegst etwas, das dich durch den gleichen Prozess führt, den wir als Gruppe live durchlaufen haben. Weil beim Video ja genau das fehlt, was den Workshop ausmacht: das Momentum.
Das ist die Idee. Das ist das Prinzip.
Warum das für mich mehr ist als ein nettes Feature
Drei Sachen passieren dadurch gleichzeitig, und die gefallen mir alle:
Es ist wertvoller für die Leute. Ein Tool, das dich durch einen Prozess führt, schlägt eine Aufzeichnung, bei der du zuguckst, wie andere durch den Prozess geführt werden.
Es holt meine Konzepte aus meinem Kopf raus. Ich hab über die Jahre so viel angesammelt — auf der Dropbox, in Ordnern, in meinem Hirn. Wenn ich daraus Tools baue, überführe ich das in Assets, die eben nicht nur in meinem Kopf existieren. (Das Aufräum-Thema verfolgt mich sowieso seit Monaten.)
Die Membership wird mit der Zeit immer wertvoller. Weil sich da nach und nach verschiedene Tools für verschiedene Situationen ansammeln. Nicht ein Archiv von Laber-Videos, sondern eine Werkzeugkiste.
Und, auch ein Argument: Es macht Spaß, sowas zu bauen.
Disclaimer: Das ist ein Experiment 🧪
Jetzt der ehrliche Teil.
Wenn ich sage „die kriegen ein Tool“, dann heißt das ja auch: Diese Tools sollen gut sein. Das heißt, ich muss die testen. Das heißt, ich muss okay damit sein, erstmal eine Beta-Version rauszugeben und zu gucken, ob das ankommt, ob das überhaupt funktioniert, und dann nochmal anders ranzugehen.
Es ist auch nicht bei jedem Thema möglich. Manche Sachen lassen sich vielleicht schlicht nicht in ein Tool übersetzen, und dann muss ich mir was anderes überlegen.
Ich weiß also noch nicht, ob das Prinzip nachhaltig ist. Ich hab keine fertige Antwort, ich hab eine Forschungsfrage: Kann ich aus einem Live-Workshop etwas bauen, das für die Nicht-Live-Leute genauso viel bringt? Erste Rückmeldungen sagen: Ist cool, gibt gute Anstöße, bringt mich zum Interagieren.
Einblick: 2 Agenten zum Insta-Profil-Umbau
Um euch einen Einblick zu geben, wie das konkret aussehen kann: Anfang August habe ich in der Membership einen Live-Workshop gemacht, wo wir unsere Instagram-Profile unter diesem „Visitenkarten-Aspekt“ unter die Lupe genommen haben. Wir haben uns angeschaut, wie wir die drei Profilbereiche Bio, Pins und Highlights neu strukturieren. Und diesen Prozess habe ich in zwei verschiedene Agents überführt: Ein Agent, der beim Audit hilft und ein Agent, der beim Neuaufbau hilft.
Für diesen zweiten Agent braucht man dann die Ergebnisse des ersten plus ein ausgefülltes Dokument mit Fragen zur eigenen Person und zum eigenen Business. Also es geht aber nicht irgendwelche KI-Tools, wo man einen Knopf drückt und der spuckt einem was aus, sondern eher digitale Sparrings-Partner, die halt auf meinen Workshop-Konzepten trainiert sind. Siehe dazu auch:
Wenn du Lust hast, zu den ersten zu gehören, die diese Agents ausprobieren, komm gerne in meine Membership. Dort packe ich sie rein und natürlich die Live-Termine. Wenn es dir nicht taugt, kannst du nach einem Monat auch wieder kündigen. No pressure.
Ich blogge auf kommunikato.de über meine Arbeit als Kommunikationsberaterin & freiberufliche Dozentin – und was ich dabei lerne und lehre. Wenn du nichts verpassen willst, abonniere diesen Blog via E-Mail:
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