Kato in ihrer anti hustle era

Ich hab aus Versehen mein Business Brain ge-rewired, wie man auf Englisch sagen würde. (Wem das jetzt schon zu viele Anglizismen waren: bye bye 👋🏻)

Ich kann das grad gut greifen, weil ich gestern Abend auf einem kleinen Treffen mit Frauen aus der TUT-Gruppe war, und wir da unsere Ziele, wo wir grad stehen usw. reflektiert haben.

Aktuell bin ich in der Situation, dass ich zum dritten Mal in drei Jahren meine Selbstständigkeit nach einer Pause wieder hochfahre. Drei Mal Pause-Knopf drücken. Drei Mal…

  • Kalender für mehrere Wochen freihalten
  • Anfragen absagen und weiterleiten
  • Content und andere Tasks vorproduzieren
  • mich damit abfinden, dass ich weniger verdiene, weil ich nicht alles vor- oder nacharbeiten kann

Jetzt, wo ich wieder fitter bin und wieder arbeiten kann, merke ich aber, dass ich nicht business as usual machen will. Ich merke das u.a. daran, dass ich bei manchen Tasks eine richtige Blockade habe. Sachen, bei denen ich mich sonst mit „tjoa muss halt sein“ oder „Spaßgetränk holen, Augen zu und durch“ durchgehustlet hätte, sagt gerade jede Zelle meines Körpers: Nope.

Stattdessen frage ich mich: wie kann ich das anders machen? Wie kann ich Dinge vereinfachen? Was kann ich weglassen?

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Letzes Jahr um diese Zeit kam mir immer der Begriff „calm business“ in den Sinn (und ins Journal).

Ist es das, wonach ich mich gerade sehne? Ein calmes, ruhiges, beständiges Business? Kein Launch-Hustle, keine Experimente, vielleicht ein bisschen langweilig, aber dafür mit tippi toppi Work Life Balance? Eine Weile hat es sich so angefühlt, aber dann gabs wieder Momente, da hatte ich schon BOCK, was Neues zu bauen, was auszuprobieren und Co – also nicht unbedingt calm.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Eingebung und ein neuer Begriff kam mir in den Sinn.

Flow.

Flow State. Business im Flow. Flow-Business.

Ich will eigentlich ein Business haben, das auf Flow optimiert ist. Ich will so oft wie möglich im Flow sein.

Calm Business vs. Flow Business, ist das ein Widerspruch oder das Gleiche? Ich glaube: das ist gar nicht so weit voneinander weg. Wenn ich BOCK hab auf etwas Neues, ein Experiment, und dieses im Flow State bauen kann, ists ja auch wieder calm. Die Resistenz ist da, wenn ich mich zwingen würde. Aber ihr kennt das sicher auch alle, dass ihr Phasen habt, wo einfach mehr Energie da ist. Ob das einfach an der Tagesform liegt, am Zyklus, am Wetter… I dont know.

Ich glaube, ein nur calmes Business wär mir eh zu langweilig. (Wie ich auch gestern zu den TUT Girls gesagt hab: „Wenn ich vernünftig wär, würd ich nur die freiberufliche Seite meiner Selbstständigkeit machen, die ist so viel unkomplizierter.“) Aber Flow Business ist toll – wo ich die Sachen dann machen kann, wenn ich gerade im Flow dafür bin. Zum Beispiel: Ich müsste aktuell einen Artikel schreiben. Aber setze ich mir eine arbiträre Deadline und zwinge mich zum Schreiben? Oder lasse ich das auf dem Back Burner bis der Schreibflow kommt und ich die Aufgabe mit „Leichtigkeit“ bewältige? (Hasse das Wort btw weil es so overused ist von komischen Coaches, aber es passt gerade so gut!)

Zurück zum Rewiring: Ich glaube, mein Nervensytem hat jetzt drei Mal in Folge gesehen: Es ist okay, den Pause-Knopf zu drücken. Danach läuft alles wieder an. Ich bekomme wieder und weiterhin Anfragen. Mein Expertinnenstatus leidet nicht. Ich kann Content vorproduzieren, oder einfach ein paar Monate nix posten. Alles ist okay. Alles wird gut. Dadurch habe ich mein Unterbewusstsein darauf geerdet, nichts mehr zu erhusteln. Als former workaholic ist das scary. Aber auch gut. Let’s ride the flow wave.

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