I don’t wanna be your comfort creator

Leute sehen mich und kriegen ein schlechtes Gewissen. Das ist mir in den letzten Monaten mehrmals passiert.

Leute sehen mich und erinnern sich an die Dinge, die wir besprochen haben; die Ratschläge, die ich ihnen gegeben haben oder den Plan, den wir ausgeheckt haben. Und dann haben sie ein schlechtes Gewissen, denn es ist nichts passiert.

Will ich den Leuten ein schlechtes Gewissen machen? Nein. Fühle ich mich schlecht, wenn so eine Situation eintrifft? Ein bisschen, ja. Fühle ich mich umso besser, wenn die gleichen Leute ein paar Tage oder Wochen später stolz berichten, dass sie es endlich umgesetzt haben? Aber holla die Waldfee!!


Zum Beispiel habe ich neulich für Daniela und Shalynn vom Atelier Novae eine Struktur für ihre Pin Posts ausgeheckt (von der Auto-Rückbank aus, als Dank für die Mitfahrgelegenheit :D). Jetzt sind die Pins endlich online und machen ihren Job.

Und in eben jenem Atelier Novae habe ich Nina wiedergetroffen, die 2024 bei dem Social Media Workshop dabei war, den Yasmin und ich zusammen veranstaltet haben. Sie meinte, der Workshop war super, aber sie overthinkt ihre Posts. Ratet, was kurze Zeit später online ging? Ein Post mit den Bildern einer älteren Hochzeit, viel zu schade um nicht mehr gezeigt zu werden. Bin stolz, dass du aus der Overthinking-Spirale rausgekommen bist, Nina!! 🫶🏻


Vor ein paar Wochen hab ich von einer Content-Coachin diesen Satz gehört: „Dein Profil soll der Wohlfühlort für deine Zielgruppe sein.“ Wohlfühlort. Hm.

Erinnert mich an das Stichwort „Comfort Creator“, das vor ner Weile mal diskutiert wurde. Quasi Inhalte wie Alltags-Vlogs & Storytelling statt Action und Adrenalin. Zum Entspannen und runterkommen.

Well, that’s not me. I don’t wanna be a comfort creator.


Auf Insta gibts eine Creatorin, die ihrer Community wöchentliche Hausaufgaben gibt. That’s the vibe!! Alexa bezeichnet sich selber als ambitious und wer jetzt denkt, die Girl Boss Era ist back… Nein, es sind auch Aufgaben dabei, die einfach Spaß bringen und einen ein bisschen aus der Komfortzone holen. (Ihr take dazu hier) Aber der Punkt ist: Sie bringt ihre Followerinnen ins Handeln – nicht nur ins Konsumieren.


Ich habs diese Woche wieder an mehreren kleinen Beispielen gesehen: Nichts frustriert mich mehr als Leute, die nicht aktiv werden, obwohl sie etwas wollen. Die einen Prozess mit Passivität aufhalten. Die gern jammern, wünschen, träumen, sich beschweren oder fantasieren – aber literally nichts t u n.

Mein absolutes Pet Peeve: Wenn Leute mir seit mehreren Jahren (!) alle paar Monate in die DMs sliden und sagen, dass sie ja auch irgendwann einen Podcast* starten. (*oder eine Selbstständigkeit oder ein beliebiges anderes Projekt)

B*tch, seit deiner ersten Nachricht habe ich schon einen gestartet, ein Dutzend Folgen gemacht und ihn wieder beendet!! Und du erzählst mir immernoch, du seist in der Planungsphase und demnächst, wenns ruhiger wird, dann gehts los… Ey, erzähl das wem anders! Meine DMs sind kein Friendhof für aufgegebene Ideen. Wenn du ein schlechtes Gewissen bekommst durch meinen Content und dann ins Handeln kommst, dann bin ich froh. Wenn dich das triggert, entfolge bitte.

Action over comfort.

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