Im Hexenzirkel hatten wir diese Woche eine Diskussion darüber, alles selber zu machen versus Hilfe anzunehmen.
Der Auslöser dafür: Ich hatte eine Dienstleistung recherchiert. Ich wollte eigentlich lieber mit einer Frau zusammenarbeiten, aber mehrere Websites von Frauen waren schlecht designt, unprofessionell gestaltet, in der Free-Version von Website-Baukästen mit nervigen Popups, nicht funktionierenden Links und Co. Während die Website eines Mannes mit dem Werbebudget dahinter, dem professionellen Design und den Texten vom Profi automatisch auch mehr Professionalität und Kompetenz für die Dienstleistung ausgestrahlt hat. Obwohl ich nicht weiß, ob er in dieser Dienstleistung besser ist als die Frauen – allein dadurch, dass er viel professioneller auftritt, glaube ich ihm das.
Wir haben im Hexenzirkel darüber gesprochen, dass Männer oft ihr Netzwerk mehr mit einbinden, wenn sie irgendwelche Projekte starten; dass sie sich mehr trauen, Hilfe zu bitten oder dass sie auch einfach mehr das ✨ Mindset ✨ haben, dass sie in neue Projekte erstmal rein investieren… Während Frauen klein starten und erst wenn sie sehen, dass es sich lohnt, in professionelle Hilfe investieren. Vielleicht.
Das ist natürlich jetzt sehr pauschalisiert. Es gibt sicher auch Frauen, die investieren nun Männer mit hässlichen Website-Baukasten-Homepages, aber you get the point.
Am Abend habe ich mit meinem Freund über etwas ganz anderes gesprochen: Ein Computerspiel, das er gerade spielt. Und als er mir den speziellen Spielmodus erklärt hat, meinte ich: „Hey, halt, stopp! Genau darüber habe ich heute mit den Hexen diskutiert 👀“
(An alle Gamer:innen, bitte verzeiht mir, wenn ich das nicht 100% korrekt wiedergebe –)
Der Spielmodus heißt Solo Self Found. Das bedeutet, dass du mit deinem Spielcharakter nur Gegenstände (Items) benutzen kannst, die du selber gefunden oder daraus hergestellt hast. Du kannst nicht mit anderen Leuten interagieren, du kannst nicht einer Gruppe beitreten, du kannst nicht Dinge von einem Marktplatz von anderen Spielern kaufen, sondern du bist eben komplett auf dich alleine gestellt.
Und ja, wie zu erwarten ist, dieser Spielmodus ist natürlich schwieriger als die normale Art zu spielen!
Normalerweise kannst du…
mit Freunden spielen oder dir von anderen Leuten helfen lassen
Du kannst dich auf deine Stärken konzentrieren und das von anderen ausgleichen lassen. (z.B. du bist Angreifer, jemand anders heilt)
Wenn du dir ein bisschen Gold oder Spielwährung erspielt hast, kannst du daraus damit zum Beispiel bessere Ausrüstung kaufen oder Heiltränke.
Wenn du ein bestimmtes Item brauchst und du bisher kein Drop-Glück hattest, dass du es selber gefunden hast, naja, auch dann kannst du es eben einfach kaufen.
Seht ihr die fucking Gemeinsamkeit zu dem, was wir vorher besprochen haben?! Babygirl, wenn du in deinem Business versuchst, alles alleine zu machen, dann spielst du im Solo-Self-Found-Modus. Du machst das Spiel härter, als es eigentlich sein muss. Aus Angst davor um Hilfe zu bitten, aus falschem Stolz, aus dem Gedanken, dass du alles sofort 1:1 mit Geld oder einem Tauschhandel zurückzahlen musst. Oder aus ganz anderen Gründen.
Das Spiel muss nicht so hart sein.
Ich will übrigens nicht so tun, als ob ich da nicht selber absolut schuldig wäre 😅 Ich bin’s.
Ich habe sehr lange so gut wie nichts investiert in meiner Selbstständigkeit. Zum einen, weil ich auch immer Spaß daran hatte, mir Sachen wie zum Beispiel Technik und Websites selber beizubringen oder weil ich mich nicht committen wollte oder auch weil es einfach keine Mentorinnen gibt, die das machen, was ich mache. (Ich habe das Gefühl, ich bin die Einzige, die über Workshops als Geschäftsmodell spricht, aber das ist ein anderes Thema.)
Ja, ich habe eine Weile „investiert“ in Form von meiner Werkstudentin, die ich auf Minijobbasis angestellt hatte. Grundsätzlich investiere ich auch gerne in Tools. (Aber natürlich am meisten am liebsten in Form von Einmalzahlung um mich nicht auf ein Abo festzulegen.)
Aber die Art von ✨ Investment ✨, die ja eigentlich so wahnsinnig hilfreich ist, ist kein Tool. Es ist nicht die Pro-Version von irgendeiner App, sondern
dass jemand anders dir sagt, wie du etwas besser machst
oder wie du etwas schneller machst.
Welche blinden Flecken du bei dir selber nicht siehst.
Welche Fehler sie damals gemacht haben und wie du diesen Fehler jetzt vermeiden kannst.
Dass jemand dich aufhyped und dir gut zuredet
Dass jemand dir Möglichkeiten aufzeigt, die du selber für dich nicht gesehen hast
Dass jemand Kontakte mit dir teilt und dir Räume öffnet.
All das hast du nicht, wenn du versuchst, alles alleine zu machen. Und ja, ich habe auch lange gebraucht, das zu checken, aber jetzt habe ich mit einem Hexenzirkel einen kostenlosen Skillsharing-Raum geschaffen und ich bin selber gerade in einem Business-Coaching-Programm, was einfach mindsetmäßig viel mit mir macht.
Der Hexenzirkel ist vor zweieinhalb Jahren aus einer „Hey, das wäre voll logisch, wenn wir uns gegenseitig helfen„-Beobachtung heraus entstanden und mittlerweile verknüpfe ich damit viel, viel mehr. Eine Art zu arbeiten und zu leben. Banden bilden; Netzwerke bilden; Dinge auf eine andere Art und Weise erschaffen, die manche der Spieler im Patriarchat einfach haben. Nicht im Hard-Mode spielen, sondern im Easy-Mode, so wie die anderen auch.
Ich will damit nicht sagen, dass du jetzt für 10.000 Euro einen Business Coach anheuern musst, im Gegensatz. Aber einfach nur, Hilfe zu bitten könnte ein erster Schritt sein. Mit jemandem einen „du hilfst mir ich helf dir“-Tauschhandel eingehen. Sich auf die eigenen Stärken besinnen, die eigenen Schwächen anerkennen und einfach jemanden finden, der das Puzzle-Gegenstück ist. Life is a game, babygirl, don’t play it on hard mode.
Im Hexenzirkel hatten wir diese Woche eine Diskussion darüber, alles selber zu machen versus Hilfe anzunehmen.
Der Auslöser dafür: Ich hatte eine Dienstleistung recherchiert. Ich wollte eigentlich lieber mit einer Frau zusammenarbeiten, aber mehrere Websites von Frauen waren schlecht designt, unprofessionell gestaltet, in der Free-Version von Website-Baukästen mit nervigen Popups, nicht funktionierenden Links und Co. Während die Website eines Mannes mit dem Werbebudget dahinter, dem professionellen Design und den Texten vom Profi automatisch auch mehr Professionalität und Kompetenz für die Dienstleistung ausgestrahlt hat. Obwohl ich nicht weiß, ob er in dieser Dienstleistung besser ist als die Frauen – allein dadurch, dass er viel professioneller auftritt, glaube ich ihm das.
Wir haben im Hexenzirkel darüber gesprochen, dass Männer oft ihr Netzwerk mehr mit einbinden, wenn sie irgendwelche Projekte starten; dass sie sich mehr trauen, Hilfe zu bitten oder dass sie auch einfach mehr das ✨ Mindset ✨ haben, dass sie in neue Projekte erstmal rein investieren… Während Frauen klein starten und erst wenn sie sehen, dass es sich lohnt, in professionelle Hilfe investieren. Vielleicht.
Das ist natürlich jetzt sehr pauschalisiert. Es gibt sicher auch Frauen, die investieren nun Männer mit hässlichen Website-Baukasten-Homepages, aber you get the point.
Am Abend habe ich mit meinem Freund über etwas ganz anderes gesprochen: Ein Computerspiel, das er gerade spielt. Und als er mir den speziellen Spielmodus erklärt hat, meinte ich: „Hey, halt, stopp! Genau darüber habe ich heute mit den Hexen diskutiert 👀“
(An alle Gamer:innen, bitte verzeiht mir, wenn ich das nicht 100% korrekt wiedergebe –)
Der Spielmodus heißt Solo Self Found. Das bedeutet, dass du mit deinem Spielcharakter nur Gegenstände (Items) benutzen kannst, die du selber gefunden oder daraus hergestellt hast. Du kannst nicht mit anderen Leuten interagieren, du kannst nicht einer Gruppe beitreten, du kannst nicht Dinge von einem Marktplatz von anderen Spielern kaufen, sondern du bist eben komplett auf dich alleine gestellt.
Und ja, wie zu erwarten ist, dieser Spielmodus ist natürlich schwieriger als die normale Art zu spielen!
Normalerweise kannst du…
Seht ihr die fucking Gemeinsamkeit zu dem, was wir vorher besprochen haben?! Babygirl, wenn du in deinem Business versuchst, alles alleine zu machen, dann spielst du im Solo-Self-Found-Modus. Du machst das Spiel härter, als es eigentlich sein muss. Aus Angst davor um Hilfe zu bitten, aus falschem Stolz, aus dem Gedanken, dass du alles sofort 1:1 mit Geld oder einem Tauschhandel zurückzahlen musst. Oder aus ganz anderen Gründen.
Das Spiel muss nicht so hart sein.
Ich will übrigens nicht so tun, als ob ich da nicht selber absolut schuldig wäre 😅 Ich bin’s.
Ich habe sehr lange so gut wie nichts investiert in meiner Selbstständigkeit. Zum einen, weil ich auch immer Spaß daran hatte, mir Sachen wie zum Beispiel Technik und Websites selber beizubringen oder weil ich mich nicht committen wollte oder auch weil es einfach keine Mentorinnen gibt, die das machen, was ich mache. (Ich habe das Gefühl, ich bin die Einzige, die über Workshops als Geschäftsmodell spricht, aber das ist ein anderes Thema.)
Ja, ich habe eine Weile „investiert“ in Form von meiner Werkstudentin, die ich auf Minijobbasis angestellt hatte. Grundsätzlich investiere ich auch gerne in Tools. (Aber natürlich am meisten am liebsten in Form von Einmalzahlung um mich nicht auf ein Abo festzulegen.)
Aber die Art von ✨ Investment ✨, die ja eigentlich so wahnsinnig hilfreich ist, ist kein Tool. Es ist nicht die Pro-Version von irgendeiner App, sondern
All das hast du nicht, wenn du versuchst, alles alleine zu machen. Und ja, ich habe auch lange gebraucht, das zu checken, aber jetzt habe ich mit einem Hexenzirkel einen kostenlosen Skillsharing-Raum geschaffen und ich bin selber gerade in einem Business-Coaching-Programm, was einfach mindsetmäßig viel mit mir macht.
Der Hexenzirkel ist vor zweieinhalb Jahren aus einer „Hey, das wäre voll logisch, wenn wir uns gegenseitig helfen„-Beobachtung heraus entstanden und mittlerweile verknüpfe ich damit viel, viel mehr. Eine Art zu arbeiten und zu leben. Banden bilden; Netzwerke bilden; Dinge auf eine andere Art und Weise erschaffen, die manche der Spieler im Patriarchat einfach haben. Nicht im Hard-Mode spielen, sondern im Easy-Mode, so wie die anderen auch.
Ich will damit nicht sagen, dass du jetzt für 10.000 Euro einen Business Coach anheuern musst, im Gegensatz. Aber einfach nur, Hilfe zu bitten könnte ein erster Schritt sein. Mit jemandem einen „du hilfst mir ich helf dir“-Tauschhandel eingehen. Sich auf die eigenen Stärken besinnen, die eigenen Schwächen anerkennen und einfach jemanden finden, der das Puzzle-Gegenstück ist. Life is a game, babygirl, don’t play it on hard mode.
Das könntest du auch spannend finden:
Warum ist es einfacher, eine Tätigkeit für andere zu tun?
Umstieg von Windows auf Mac: Vier Wochen später
asynchron ist das neue Schwarz